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Sicherheitsschuhe S1, S2 und S3: Unterschied und Anwendungsbereich

Sicherheitsschuhe S1, S2 und S3: Unterschied und Anwendungsbereich

Gerade Berufseinsteiger stehen vor der Frage nach dem passenden Schuhwerk für ihren neuen Alltag. Brauche ich Sicherheitsschuhe S1, S2 oder S3, und welche Unterschiede gibt es zwischen diesen Sicherheitsklassen? Verschaffen Sie sich mit den folgenden Informationen einen Überblick über die jeweiligen Merkmale und Anwendungsbereiche.

Merkmale der Sicherheitsschuhe S1, S2 und S3

Damit Sie als Kunde den richtigen Arbeitsschuh für sich aussuchen können, wurden einheitliche Standards formuliert. Die europäische Norm EN ISO 20345 legt dazu alle Anforderungen an Sicherheitsschuhe der einzelnen Schutzklassen fest.

Je höher die Zahl der Sicherheitsklasse ist, desto mehr Anforderungen werden an den Schuh gestellt. Alle Eigenschaften der Klasse 1 finden sich auch in den Sicherheitsschuhen S2 und S3 wieder.

Folgende Schutzkomponenten zeichnen die Sicherheitsschuhe S1 aus:

  • Zehenschutzkappe
  • geschlossener Fersenbereich
  • Energieaufnahme im Fersenbereich
  • antistatisch
  • kraftstoffbeständig

Bei Sicherheitsschuhen S2 kommt ein weiterer Aspekt dazu, nämlich der Schutz vor Wasserdurchtritt.

Sicherheitsschuhe S3 müssen zusätzlich Folgendes gewährleisten:

  • Durchtrittsicherheit
  • profilierte Laufsohle

Eigenschaften von Sicherheitsschuhen S1

Die Sicherheitsklasse S1 ist der Einstieg in den Fussschutz am Arbeitsplatz. An Schuhe dieser Kategorie werden die geringsten Anforderungen gestellt. Dennoch sind sie umfangreich und bieten zuverlässig Schutz vor verschiedenen Gefährdungen wie herabfallenden Gegenständen, beim Anstossen oder bei Stürzen.

Ein Arbeitsschuh ist so konzipiert, dass er für seinen Träger ausreichend Halt bietet. Daneben werden die Zehen besonders geschützt. Die integrierte Zehenschutzkappe muss dazu mindestens 200 Joule Belastung standhalten.

Der geschlossene Fersenbereich stabilisiert den Fuss und schützt seinen hinteren Teil bei mechanischen Einwirkungen (z. B. Einklemmen). Zusätzlich sorgt der speziell gefertigte Absatz für die Aufnahme von Energie, die beispielsweise bei einem Sturz freigesetzt wird. Durch dieses Auffangen der Energie wird der Fuss weniger starken Belastungen ausgesetzt.

Sicherheitsschuhe S1 dürfen zudem keine statischen Aufladungen speichern und weitergeben, müssen öl- und benzinresistent sein sowie rutschhemmend wirken.

Selbstverständlich werden bei Sicherheitsschuhen S1 hohe Anforderungen an das Material gestellt. Während vieler verschiedener Bewegungen im Arbeitsalltag müssen sie robust, stabil und dennoch angenehm zu tragen sein. Polsterungen und sorgfältig ausgewählte Materialien sorgen für Komfort und Sicherheit zugleich. 

Die Sonderkategorie S1P verfügt über eine weitere Sicherheitsvorkehrung: den Durchtrittschutz. Dafür wird eine spezielle Sohle auf den Schuh aufgebracht, die ein Durchdringen von spitzen Gegenständen verhindert. 

In der Regel haben solche Schuhsohlen eine Zwischenschicht aus Stahl oder metallfreiem, stichfestem Material wie Fiberglas oder KEVLAR®. Das bei der Rudolf Krenger AG erhältliche Modell Herock Davos S1P ist ein solcher metallfreier Arbeitsschuh mit Durchtrittschutz.

Anforderungen an Sicherheitsschuhe S2

Verschiedene Berufsgruppen arbeiten in einem Umfeld, in dem Nässe eine Rolle spielt. Mit Sicherheitsschuhen S2 sind Sie gegen Wasserdurchtritt gewappnet. Dieser Fussschutz besteht aus wasserabweisendem Material, das mindestens 60 Minuten jeglicher Wasseraufnahme von oben standhalten muss. Selbstverständlich sind die Sohlen wiederum rutschhemmend, um ein Ausgleiten auf feuchtem Untergrund zu vermeiden.

Merkmale von Sicherheitsschuhen S3

Sicherheitsschuhe S1, S2 und S3: Unterschied und Anwendungsbereich

Am häufigsten werden Sicherheitsschuhe S3 als Fussschutz eingesetzt. Diese finden Sie unter anderem im gesamten Baugewerbe – wie etwa den Andermatt S3. In dieser Sicherheitsklasse müssen alle Arbeitsschuhe eine durchtrittsichere Sohle aufweisen. Ein gesondertes P als Kennzeichnung (wie beim S1P-Schuh) ist deshalb nicht erforderlich.

Zudem ist eine profilierte Sohle Pflicht, um als Sicherheitsschuh S3 zu gelten. Sie bietet ausreichend Grip und Sicherheit auf verschiedensten Untergründen – egal ob schräges Dach, Schotterboden oder nasses Gelände. Sie können entsprechend Ihrer Aufgaben zwischen unterschiedlichen Profilen wählen. 

Eine ganz besondere Profilsohle ist die Vibram-Sohle, die aus einer speziellen Gummimischung besteht. Je nach Zusammensetzung des Materials eignet sich diese Sohle für extreme Temperaturen sowie schwierige Gelände- und Witterungsbedingungen. Unsere Sicherheitsschuhe S3 Zernez und BOA sind mit einer Vibram-Sohle ausgestattet.

Wie finde ich den passenden Fussschutz für meinen Beruf?

Nachdem die entsprechenden Normen für die jeweiligen Sicherheitsklassen bekannt sind, stellt sich trotzdem die Frage, welcher Fussschutz der richtige ist. Muss es in meinem Beruf wirklich das Komplettprogramm der Sicherheitsschuhe S3 sein, oder genügt ein leichterer S1-Schuh? Wenn Sie sich die verschiedenen Modelle in unserem Online-Shop ansehen, so unterscheidet sich der Fussschutz auch optisch. 

Sicherheitsschuhe S1 sind häufig Halbschuhe, die kaum über den Knöchel hinausgehen. Sie wirken weniger robust, sind aber bequem. Diese Arbeitsschuhe sind Leichtgewichte und durch ihre Materialien atmungsaktiv, wie etwa der Herock Titus. Damit sind Sie für einen arbeitsintensiven Tag in weniger risikobehafteten Berufen gerüstet. 

Herock Titus

Sicherheitsschuhe S3 sind hingegen gröberen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, da sie entsprechend konzipiert wurden. Viele Modelle besitzen einen höheren Schaft und sorgen für mehr Halt im Schuh. Sie schützen damit den Knöchelbereich, wobei ein Umknicken fast unmöglich wird. 

In unserer Reihe BOA sind drei verschiedene Höhen für Sicherheitsschuhe S3 erhältlich: tief, hoch und Stiefel

Sobald Sie mit nassem Untergrund und/oder Flüssigkeiten (z. B. in einer Brauerei) in Berührung kommen, sind Sicherheitsschuhe S2 unabdingbar. 

Berufszweige, die Sicherheitsschuhe S1 benötigen

Im Folgenden führen wir einige Berufsgruppen auf, deren Vertreter bei der Arbeit Sicherheitsschuhe S1 tragen sollten.

Mikroelektronik

In der Mikroelektronik wird ein Fussschutz vor allem deshalb notwendig, weil statische Aufladungen unerwünscht sind. Bei einer unkontrollierten Entladung könnten ansonsten die empfindlichen Bauteile zerstört werden. Mit der ESD-Norm bei Sicherheitsschuhen S1 wird gewährleistet, dass der Schuh nicht nur antistatisch ist, sondern einen Durchgangswiderstand aushalten muss. Dieser liegt zwischen 100 Kiloohm und 35 Megaohm.

Chemieindustrie, Labore und Gesundheitswesen

Für den Bereich der Labore und Produktionsstätten der Chemie- und Pharmaindustrie werden am häufigsten Sicherheitsschuhe der Schutzklasse S1 eingesetzt. Ihre rutschhemmende Sohle sowie der Schutz des Fersenbereichs und der Zehen helfen, Unfälle zu vermeiden. Ebenso sieht es im Gesundheitswesen aus. 

Viele Ärzte und Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger tragen Sicherheitsschuhe S1 mit einem geschlossenen Fersenbereich. Es sind allerdings auch Schuhe SB im Einsatz, die an der Ferse offen sind. Diese sind durchaus erlaubt, jedoch gibt die Klasse S1 besseren Halt.

Schreinerei

Schreinerei

Bei der Arbeit in einer Schreinerei sind vor allem mechanische Gefährdungen wie herunterfallende Gegenstände oder Nägel auf dem Boden zu berücksichtigen. Für diesen Berufszweig sind Sicherheitsschuhe S1 mit Durchtrittschutz bestens geeignet. Sie sind als S1P im Handel erhältlich, wie unser Herock Perfo Sandal Compo

Kommissionierung und Lager

Im Bereich der Kommissionierung geht die Bandbreite des Fussschutzes von Klasse S1 bis Klasse S3. Je nachdem, mit welchen Produkten Sie zu tun haben, kann ein leichter Schutz gewählt werden. Im Bereich von Kleidung und Büchern reichen Sicherheitsschuhe S1 meistens aus. Für Lagerarbeiten, bei denen Arbeitsgeräte und Maschinen zum Einsatz kommen, sollten dagegen Sicherheitsschuhe S3 gewählt werden.

Berufszweige, die Sicherheitsschuhe S2 benötigen

Nun kommen wir auf die Berufsgruppen zu sprechen, bei denen Sicherheitsschuhe S2 empfehlenswert sind.

Lebensmittelindustrie und Gastronomie

Lebensmittelindustrie und Gastronomie

Die zusätzliche Anforderung an Sicherheitsschuhe S2 gegenüber S1 ist die Wasserbeständigkeit. Da bei der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln Flüssigkeiten eingesetzt werden, muss der Fussschutz darauf abgestimmt sein. Solche Schuhe müssen wasserabweisend sein, was vor allem vor Verbrennungen durch heisse Flüssigkeiten oder Fettspritzer schützt. 

Zudem ist der Boden häufig nass oder feucht. Eine rutschhemmende Sohle wie beim Herock Metron S3 SRC soll Unfällen vorbeugen. Mit der entsprechenden Kennzeichnung spezifischer Böden können Sie die passenden Sicherheitsschuhe S2 auswählen:

  • SRA: Rutschhemmung Keramikfliese/Reinigungsmittel
  • SRB: Rutschhemmung Stahlboden/Glycerin
  • SRC: Rutschhemmung SRA + SRB

Rettungsdienst

Auch für den Rettungsdienst spielt die rutschhemmende Sohle der Sicherheitsschuhe S2 eine wichtige Rolle. Meistens müssen seine Vertreter sehr schnell laufen, sodass zusätzlich ein fest am Fuss fixierter Schuh Halt bietet. Der antistatische Fussschutz verhindert die Beeinflussung der sensibel arbeitenden Medizingeräte und schützt damit auch die Patienten. 

Klär- oder Wasserwerke

Natürlich kommen Berufstätige in Anlagen rund um Klär- und Wasserwerke mit Wasser in Berührung. Ein ausreichender Schutz wird mit Schuhen ab Sicherheitsklasse S2 zuverlässig garantiert.

Elektriker

Elektriker

Für den Elektriker kommen Sicherheitsschuhe S2 oder S3 infrage. Letztere werden beispielsweise auf Baustellen benötigt, wo weitere Gefahrenquellen durch den Fussschutz minimiert werden sollen. Wichtig für alle Arbeiten mit elektrischem Strom ist die geeignete Sohle, die eine von drei verschiedenen Kriterien erfüllen muss. 

Diese drei Kategorien werden unterschieden:

  • ESD und antistatische Sicherheitsschuhe (ESD + A)
  • Elektrisch leitfähige Sicherheitsschuhe (C) 
  • Elektrisch isolierende Sicherheitsschuhe (I)

Bereits Sicherheitsschuhe S1 müssen antistatisch sein. Haben sie ausserdem eine ESD-Kennzeichnung, so müssen die Schuhe vor einem Durchgangswiderstand schützen. Dieser beträgt wie in der Mikroelektronik zwischen 100 Kiloohm und 35 Megaohm. Elektrisch isolierende Sicherheitsschuhe schützen Sie bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen. Hierbei muss ein Durchgangswiderstand von mehr als einem Gigaohm gewährleistet sein.

Lässt sich die Gefahr eines elektrischen Schlages komplett ausschliessen, sind Sie mit Sicherheitsschuhen S2 und der Kennzeichnung C bestens beraten. 

Berufszweige, die Sicherheitsschuhe S3 benötigen

Schliesslich sollen auch Berufsgruppen erwähnt werden, bei denen Sicherheitsschuhe S3 Schutz bieten.

Baustelle

Baustelle

Im gesamten Baugewerbe sind derart vielfältige Gefährdungen anzutreffen, dass ein Fussschutz vollumfänglich für Sicherheit sorgen muss. Unebenes Gelände, schräge Ebenen, Wettereinwirkungen, Hilfsmittel (u.a. Leitern), Maschinen und Baugeräte sind nur einige potenzielle Unfallquellen. Mit Sicherheitsschuhen S3 wie unserem robusten Arbeitsschuh Maloya aus Echtleder ist der grösstmögliche Bereich von Gefährdungen abgedeckt. 

Der Schutz gegen Wasserdurchtritt kommt Arbeitern im Tiefbau besonders zugute, da sie mit Grundwasser in Berührung kommen. Reichen Sicherheitsschuhe S3 bei grossen Wassermengen nicht aus, so sind Schuhe der Sicherheitsklasse S5 noch besser geeignet. Sie sind aufgrund des verwendeten Materials Polymer sogar wasserdicht.

Lager und Logistik

Sobald in einem Lager Arbeiten mit Maschinen ausgeführt werden, sollten Sicherheitsschuhe S3 verwendet werden. Egal ob Hubwagen, Gabelstapler oder andere Hilfsgeräte die Arbeit erleichtern: Die Unfallgefahr nimmt dadurch zu. 

Feuerwehr und THW

Diese verantwortungsvollen Berufszweige benötigen selbstverständlich Arbeitsschuhe mit einer hohen Schutzfunktion, die den Sicherheitsschuhen S3 entsprechen. Da weitere Kriterien für Feuerwehr und THW von Bedeutung sind, werden spezielle Feuerwehrschuhe produziert. Diese müssen im Notfall sehr schnell angezogen und verschlossen werden. Weiterhin wird auf einen hohen Schutz vor Wasserdurchtritt und Hitze geachtet. 

Forstwirtschaft

Forstwirtschaft

Da sehr viele Tätigkeiten im Wald mit einem hohen Unfallrisiko verbunden sind, reichen Sicherheitsschuhe S3 nicht aus. Sie benötigen beispielsweise für Schnittarbeiten einen Schnittschutz. Ein zusätzlicher Knöchelschutz und die Mindesthöhe der Schuhe von 19,5 Zentimetern sorgen für einen stabilen Halt auf unebenen Untergründen.

Arbeitsschuhe im Forstschutz werden als Schnittschutzschuhe bezeichnet und tragen das Kürzel CR. Das Material dieses Fussschutzes muss die Kettensäge beim Auftreffen abbremsen können. Die EN ISO 17249 unterteilt dabei verschiedene Schutzklassen in Bezug auf die Geschwindigkeit der Kette:

  • Klasse 1: bis zu 20 m/s
  • Klasse 2: bis zu 24 m/s
  • Klasse 3: bis zu 28 m/s

Natürlich verringern zudem alle weiteren Anforderungen an Sicherheitsschuhe S3 wie Durchtrittschutz, Zehenschutzkappe und profilierte Laufsohle das Risiko einer Verletzung. Unser Schnittschutzschuh Forest bietet Ihnen einen Rundumschutz für alle Forstarbeiten.

Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite

Die Rudolf Krenger AG ist seit über 50 Jahren kompetenter Ansprechpartner in Sachen Berufs- und Schutzkleidung. Bei allen Fragen rund um unsere Sicherheitsschuhe S1, S2 oder S3 beraten wir Sie gern. Sie können direkt Kontakt mit einem unserer zahlreichen Vertreter aufnehmen. Eine Übersicht über alle Ansprechpartner der Rudolf Krenger AG finden sie auf unserer Webseite.

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